• Christoph Zacher

Sprichst Du VORSPRUNG? Diesmal: „Teilgeber“

Wörter transportieren Sinn, aber auch Kultur. Wir VORSPRINGER benutzen einige Begriffe, mit denen wir Besonderes, ja manchmal Ungewöhnliches ausdrücken. Die wichtigsten von ihnen stellen wir hier in loser Folge vor. Heute: Warum wir von „Teilgebern“ reden und in welchen Zusammenhängen das bei uns von Bedeutung ist.

Unter #Teilgeber verstehen wir eine Person, die im wahrsten Sinne des Wortes einen Teil von sich für eine Sache gibt. Wenn wir diesen Begriff im Kundengespräch erwähnen, ist die Verblüffung groß. Manche schmunzeln, andere fragen zurück: „Wieso sagt ihr eigentlich immer Teilgeber?“ Manche finden den Begriff „richtig stark“ und beginnen, ihn selbst zu verwenden. Das freut uns natürlich.

Denn der Begriff umschreibt eine der wichtigsten Hebel, damit Transformationsprojekte gelingen. Wir setzen hierbei ja auf interdisziplinär und hierarchieübergreifende Gruppen, die über mehrere Sitzungen hinweg an konkreten Businessproblemen des Unternehmens arbeiten. Dieser Prozess heißt bei uns #Venture (was wir demnächst ausführlicher erklären). Ein solches #Venture setzt ungeahnte Energie und Kreativität frei und hebt Potenziale eines jeden einzelnen, der im #Venture „teil gibt“.


Mit Gewohnheiten brechen

Das aber setzt Freiwilligkeit, unternehmerisches Denken und ein hohes Maß an Selbstorganisation bei den #Teilgebern voraus. Damit gelten in unseren #Ventures diametral andere Spielregeln als in klassischen Organisationsstrukturen. Damit sie erfolgreich werden, müssen die #Teilgeber mit ihren im Organisationsalltag erlernten Gewohnheiten und damit verknüpften Erwartungen an das Projekt, an die Coaches oder an sich selbst brechen. 

Denn wer kennt das nicht? Man lädt zu einem Training oder einer Projektklausur ein, und die Körpersprache der Anwesenden ähnelt derjenigen von Theatergängern, die zu viel für eine Vorstellung ausgegeben haben und nun mit Skepsis auf die Vorführung der Protagonisten blicken. Schon ein kleiner Twist in der Anrede der Veranstaltungseinladung oder in der Begrüßung zu Beginn des Workshops trägt dazu bei, eine solche Konsumentenhaltung erst gar nicht entstehen zu lassen. Ein solcher Twist ist die simple Begrüßung: „Liebe #Teilgeber!“


Jeder „gibt sein Teil“

Darüber hinaus verwenden wir den Begriff #Teilgeber auch im Kontext des Lernens. Ganz nach dem Motto „Jeder ist Meister, jeder ist Schüler“ schaffen wir hierfür einen Rahmen, in dem jeder über ein unmittelbares Machen und die Reflexion der dabei gesammelten Erlebnisse, Erkenntnisse und Ergebnisse über sich hinauswachsen und dabei andere Lernende als Vormacher inspirieren kann. Auch hier geht es darum, „sein Teil zu geben“. Auch hier grenzen wir uns bewusst von einem Lernverständnis ab, das auf überlegenes Wissen des Trainers setzt und den Lernenden lediglich als einen sieht, der Wissen aufnimmt.

Egal ob im Machen oder im Lernen, wir sind der Meinung, wir werden durch die immer größer werdende Komplexität der Organisations- und Marktumwelt nur dann erfolgreich navigieren, wenn alle Akteure ein neues Selbstverständnis eint. #Teilgeber zu sein heißt für uns: aus sich heraus Verantwortung für den Gruppenerfolg zu übernehmen, statt sich zurückzulehnen und abzuwarten, was passiert.


Und Du? Nimmst Du noch oder gibst Du schon?

Unter uns Vorspringern ist der #Teilgeberbegriff schon zur Selbstverständlichkeit geworden. Und vielleicht hilft er ja auch Dir, neu und anders an Gruppenarbeit heranzugehen. Wo wir gerade darüber sprechen: Wo warst du denn zuletzt #Teilgeber?

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