© VORSPRUNGatwork GmbH

Albert-Ludwig-Grimm-Str. 20 69469 Weinheim

+49 6201 260 1070

  • Andrea Heinz

Sprichst Du VORSPRUNG? Diesmal: „Levelling“

Wörter transportieren Sinn, aber auch Kultur. Wir VORSPRINGER benutzen einige Begriffe, mit denen wir Besonderes, ja manchmal Ungewöhnliches ausdrücken. Die wichtigsten von ihnen stellen wir hier in loser Folge vor. Heute: Warum wir von „Levelling“ reden und in welchen Zusammenhängen das bei uns von Bedeutung ist.


#Levelling (aus dem englischen to level ‚gleichmachen‘, ‚ebnen‘). Eine neudeutsche Wortkreation aus dem Hause VORSPRUNG.


„Levelling“ beschreibt das, was wir tun, damit ein Team sich auf einem Level, also auf Augenhöhe begegnet und dieses Level aufrechterhalten kann. Und das geht so: Wir gestalten einen Raum, in dem Menschen sich sicher fühlen und ihr gesamtes Potenzial einbringen können („psychologische Sicherheit“). In diesem Raum wird die Zusammenarbeit nicht von Unterschieden oder Rangstufen zwischen Menschen behindert.

„Levelling“ ist unsere Antwort auf das HiPPO-Syndrom (Highest Paid Person’s Opinion: Die Meinung der höchstbezahlten Person im Raum zählt am meisten). Aber Achtung! Levelling heißt nicht, dass wir alle Hierarchiestufen abschaffen wollen.


Hierarchien sind nützlich, wenn sie flexibel sind

Hierarchien sind etwas sehr Natürliches, denn sie sorgen für Ordnung und Orientierung. Und sie sind in manchen Situationen auch notwendig. Wenn niemand eine Hierarchie bestimmt, dann formt sie sich in Gruppen automatisch. Dann ist zum Beispiel die Älteste die, die das Sagen hat. Oder es ist der, der am längsten Teil der Gruppe ist. Nicht immer ist das sinnvoll.

Sinnvoller ist es, wenn die, die zu einem Thema wenig Ahnung haben, auch mal auf diejenige hören, die in dem Bereich die größte Kompetenz zeigt, oder auf den, der die größte Verantwortung trägt. Wenig sinnvoll ist es, wenn wir einfach dem folgen, der am lautesten oder am charmantesten ist. Oder der uns einfache Lösungen für große Probleme verspricht. (Letztere sind natürlich verlockend, aber…)

Hierarchie ist also förderlich, solange sie nicht starr ist. In einem „gelevelten“ Team kann Hierarchie sich immer wieder so gestalten, wie es für die gemeinsame Sache am besten ist. Levelling heißt also, dass ein Team sich davon löst, einzelnen Zugehörigen generell mehr oder weniger Wert zuzuschreiben als anderen. Denn die Wertzuschreibung hat fatale Folgen.


Augenhöhe setzt Energie und Potenzial frei

Sobald ich glaube, dass mein Chef prinzipiell wertvoller/wichtiger ist als ich und ich ihn deshalb lieber nicht mit meiner „dummen“ Frage belästige, oder dass meine Mitarbeitenden sowieso keine Ahnung haben und ich sie deshalb auch nicht zu Wort kommen lassen muss, ist konstruktive Zusammenarbeit nur noch schwer möglich. Dann verschenkt ein Team Unmengen an Potenzial, Energie, Leistungskraft.

Es gilt daher herauszufinden, in welchen Bereichen welches Teammitglied welchen Wert stiften kann oder will. Und es gilt neugierig zu bleiben. Denn Menschen lernen täglich dazu. Und Interessen können sich ändern. In einem „gelevelten“ Team bestimmt nicht die formale Rolle den Wert eines Beitrags („messenger bias“), sondern der Nutzen, den der Beitrag für die gemeinsame Zielerreichung bringt. Und die Mitglieder begegnen sich als Menschen, anstatt als Rollen.

Schließlich heißt Levelling auch, dass ein Team die naturgegebenen Unterschiede (in Alter, Erfahrungsschatz, Können und Kenntnisse, Interessen,…) zwischen seinen Mitgliedern anerkennt und wertschätzt.


Gemeinsam sind wir stärker

Denn Leistungen zu erbringen und Produkte zu erstellten, das benötigt unterschiedliche Fähigkeiten. Und je komplexer Leistungen oder Produkte sind, desto weniger können sie von einer einzigen Person entwickelt und erbracht werden. Während des Levellings werden Teammitglieder sich darüber bewusst, dass sie mit ihren eigenen Perspektiven an Grenzen stoßen. Im Kontrast erleben sie, wie mächtig sie als Gruppe sein können.

Durch Levelling entsteht ein emergentes, kooperatives Wirken, bei dem alle gleichermaßen die Verantwortung für das Ergebnis tragen.

Schön und gut, aber in deinem Arbeitsumfeld ist das nicht möglich? Wir beweisen dir gerne das Gegenteil!

logoklein.png
Picture2.png
Picture1.png