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  • Andrea Heinz

Sprichst Du VORSPRUNG? Diesmal: „Besprechbarkeit“

Wörter transportieren Sinn, aber auch Kultur. Wir VORSPRINGER benutzen einige Begriffe, mit denen wir Besonderes, ja manchmal Ungewöhnliches ausdrücken. Die wichtigsten von ihnen stellen wir hier in loser Folge vor. Heute: Warum wir von „Besprechbarkeit“ reden und in welchen Zusammenhängen das bei uns von Bedeutung ist.

Wer mit uns arbeitet – oder bei uns – wird über kurz oder lang einen Satz wie diesen hören: „Lass uns das in die #Besprechbarkeit bringen“. Klingt ein bisschen ungelenk, löst aber Verspannungen aller Art. Was meinen wir damit? Dreierlei. Wenn etwas besprechbar wird, können wir im ehrlichen Austausch über ein Thema sein, auch wenn es angenehmer wäre, dem Thema aus dem Weg zu gehen. Meinungen über kritische Themen austauschen, sodass eine Einigung entsteht. Missverständnisse ausräumen, anstatt weitere Missverständnisse daraus entstehen zu lassen.

Brauchen wir dafür ein Wort wie „#Besprechbarkeit“? Unbedingt! Kern unserer Arbeit ist es, bei unseren Kunden zwischenmenschliches Wirken zu gestalten und Innovationen zu fördern. Für beides sehen wir #Besprechbarkeit als notwendige Grundlage: Wer Neues schaffen will, muss sich freimachen können von dem, was ist und was sein soll, von Limitationen und Barrieren. 



Besprechbarkeit hilft, Knoten zu lösen

Weil wir gemeinsam Innovieren und Gestalten, brauchen wir ein gemeinsames Verständnis, gemeinsames An-einem-Strang-ziehen. #Besprechbarkeit hilft, diese Grundlagen zu gewährleisten, Knoten zu lösen und Probleme zu klären, statt immer wieder über Symptome zu diskutieren. Und das sperrige Wort erinnert uns immer wieder daran, wie wichtig das ist.

Bei Vorsprungatwork wird also eine Streitkultur gelebt? Nein. Aber wir finden es erstrebenswert, unschöne Dinge zu klären, anstatt sie unter den Teppich zu kehren – zumindest dann, wenn es der Zusammenarbeit und/oder der effizienteren Zielerreichung dient. 


Ein Erlebnis, meine Erkenntnis

Für mich jedenfalls gilt: Mit #Besprechbarkeit ist es wie mit Chili. Wenn man das richtige Maß und die passenden anderen Zutaten erwischt, dann wird das Essen bombastisch. Und was für den einen zu scharf ist, ist für den anderen genau richtig. Passende andere Zutaten sind beispielsweise das richtige Timing, Zuhören können, Offenheit für die Meinung anderer (auch wenn man sie nicht gutheißt), seine eigenen Wünsche und Bedürfnisse kennen und die Ebenen und Rollen beachten, auf und mit denen man sich gerade begegnet (z.B. geschäftliche Interessen vertretend, zusammenarbeitend, persönlich). 

Das jedenfalls ist mein Fazit, nachdem ich mit meinem Kollegen Stephan zusammengeraten war: Stress und unterschiedliche egoistische Bedürfnisse waren in unserer Auseinandersetzung schwierige Zutaten. Das hatte ich nicht erkannt und viel zu viel Chili verwendet. Dadurch ging uns unsere Reflektionsfähigkeit und der Blick auf das gemeinsame Ziel verloren. Wir brachen den Streit ohne Klärung ab. Ich bin sehr dankbar, dass wir ein paar Stunden später mit mehr Ruhe und weniger starken Emotionen zur #Besprechbarkeit zurückgefunden haben.


Ausschwitzen, was raus muss

Das heißt: Die Lösung liegt irgendwo zwischen „in voller Ehrlichkeit und Authentizität alles ansprechen, was mich stört“ und „alles Unschöne verschweigen“. Beide Extreme kommen häufig aus einem Egoismus heraus. Wenn alle Beteiligten die gemeinsamen Ziele aber über den eigenen Egoismus stellen, dann darf das Essen auch mal schärfer sein. Dann wird es vielleicht kurz “hitzig” und man schwitzt alles aus, was raus muss. Und danach kann es mit neuer Energie und von innen gereinigt wieder weiter gehen. 

Zudem stärkt Chili bekanntlich das Immunsystem. Probiert es aus! Ihr werdet es spüren.

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