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  • Günther Wagner

NEW WORK EXPERIENCE – #NWX19 – EIN REISEBERICHT

Jede Reise ist ein Abenteuer. Man plant, koordiniert und studiert den Reiseführer. Jeden Tag, mit dem die Reise näher rückt, steigt die Aufregung. Denn wir sind voller Erwartungen auf die angekündigten Highlights, die neuen Eindrücke und wissen, es wird auch Überraschungen geben. 

So ging es auch Andreas, David, Jasper, Julian, Thomas, Thorsten, Tobi und mir bei unserer Reise nach Hamburg zur New Work Experience 2019. Aber auch die zu Hause gebliebenen fieberten mit und warteten voller Ungeduld auf unsere Reiseberichte. Denn die im Programm aufgeführte Prominenz weckte schon die eine oder andere Erwartung: u.a. Gerald Hüther, Frédéric Laloux, Ricardo Semler, Joschka Fischer. Das kann man nicht mehr toppen. Und das alles in der wunderbaren Elbphilharmonie, mit seiner faszinierenden Architektur. Allein das lässt schon fast demütig werden. 


Es startete mit einem Erlebnis, das uns besonders unter die Haut ging. In diesem großartigen Klangraum der Hamburger Elbphilharmonie sangen wir alle gemeinsam Beethovens 9. – „Freude schöner Götterfunken.“ Wie 2.000 Teilchen einer großen Bewegung, wie Brüder und Schwestern – so formulierte es gegen Ende der Veranstaltung die Slampoetin Dominique Macri. Vielleicht sollten auch wir gemeinsam mehr singen – bei VORSPRUNG.  


Auch die ersten beiden Speaker, Hüther & Laloux, berührten gleich mit ihren Worten. Doch es waren nicht die Worte, sondern die Haltung, die Weltanschauung, das Menschenbild – welches sie vermittelten und was besonders berührte.  


Hüthers Appell: wir müssen das Lernen in allen Bereichen des Lebens fördern, damit die Menschen die Erfahrung der Entwicklung spüren und wie wir durch die Begegnung andere Menschen erlösen können.  


Laloux persönlich zu erleben ist selbst bereichernd, wenn man seine Bücher gelesen hat. Eine seiner Kernaussagen: wir brauchen Raum für Emotionen, damit Neues dauerhaft und nachhaltig möglich ist. Dabei müssen wir uns die Frage stellen: Warum will ich New Work? Das erinnert mich gleich an Simon Sinek – die Frage nach dem Warum.  


Insgesamt gab es auf der New Work Experience wertvolle Impulse. Für Neulinge war dieses Event mit Sicherheit ein gutes Ankommen im Themenbereich New Work. Für uns als diejenigen, die sich am cutting edge dieser Bewegung sehen, stellten sich allerdings auch einige Fragen, auf die wir versuchen Antworten zu geben.  


So fragen wir uns, wie kann man eine Konferenz der New Work Bewegung so gestalten, dass sie eine umfassende, uns einsaugende Erfahrung ermöglicht? Wie kann man bei einem solchen Event wirklich ins Machen kommen, ins Erleben und ins Auszuprobieren? Eine Antwort auf diese Frage kann sein, den Rahmen des Events so zu gestalten, dass die Teilnehmer des Events zu Teilgeber werden und in Selbstorganisation, Selbstführung und Eigenverantwortung kommen. Ein solcher Rahmen kann aus unserer Sicht z.B. Arbeiten in Kleingruppen oder Initiieren von spontanen Gesprächskreisen sein. Auch kontrovers moderierte Diskussionen, bei denen Referenten auch einmal mit ihren wahren täglichen Herausforderungen konfrontiert werden, bringen Austausch und Erfahrungsaustausch mit sich. Wie es z.B. den MitarbeiterInnen trotz erfolgreicher Transformationsprojekte (Einführung Office 365) ging, wenn ein Brandbrief vom CEO kommt. Welche Reaktionen gab es darauf, wie sind sie damit umgegangen? 


New Work geht es häufig auch darum, gesellschaftliche Herausforderungen unserer Zeit zu meistern. Daraus ergibt sich unsere zweite Frage: wie kann eine solche Konferenz zur Lösung dieser Herausforderungen beitragen oder zumindest dafür sensibilisieren? Eine wichtige gesellschaftliche Herausforderung ist der Erhalt unseres Klimas beziehungsweise unserer Umwelt. Eine Möglichkeit, wie man Nachhaltigkeit auf einer Konferenz sichtbar macht ist z.B. Bio zertifiziertes Obst und Gemüse aus der Region anzubieten. Äußerst nachhaltig wäre es außerdem die Möglichkeiten der Digitalisierung zu nutzen und Hologramme von wichtigen Speakern zu erstellen, anstatt sie einfliegen zu lassen. So wäre es doch faszinierend gewesen Ricardo Semler als Hologramm in den Saal zu holen.  


Daran anschließend stellen wir uns die Frage, wie man auf einer solchen Konferenz Impulse für das Neue Arbeiten setzten kann. Eine Antwort darauf kann sein, Themen auch mit VR-Brille oder der Hololens darzustellen. So kann man die Möglichkeiten der Digitalisierung in dem Kontext der Wissensvermittlung noch viel mehr einbringen. 


Trotz offen gebliebener Fragen halten wir für uns fest: wir hatten einen grandiosen Tag und eine feucht-fröhliche Nacht! Wir haben die Erkenntnis gewonnen, dass wir auf dem richtigen Weg und „erfrischend anders“ unterwegs sind. 


Wir sind sehr dankbar dafür, dass es die NWX gibt. Denn sie gibt einem für unsere Entwicklung als Menschheit extrem wichtigen Thema Raum. Gemeinsam stehen wir nämlich vor der Frage: wie verändern wir unsere Unternehmen und unsere Gesellschaft, so dass wir die Herausforderungen unserer Zeit lösen können? Wir nennen diesen Weg HIT.  


HIT – High Impact Transformation of Business Systems, Mindset and Behaviour ist ein Muss, um die Herausforderungen von Heute und Morgen zu stemmen. Denn unsere Zeit lädt uns dazu ein, loszulassen von unseren mechanistischen Denk- und Handlungsansätzen; den Wertstrom nicht mehr durch komplizierte Prozesse zu steuern und stattdessen die zur Wertschöpfung passenden Strukturen sich bilden zu lassen. Aus diesen Strukturen können dann auch die zeitgemäße Haltung und ein dazu passendes Verhalten entstehen, um Unternehmen wieder zu Orten zu machen, an denen Menschen gemeinsam Wert für Andere schaffen.  


Der Kongress hat dazu genügend Impulse gegeben, bzw. die vorhandenen verstärkt, welche wir von dieser Reise aus Hamburg mitbringen. Diese gilt es jetzt zu bewahren und nicht im Strudel des täglichen Wirkens aus dem Auge zu verlieren. 


Dazu sollten wir uns selbst regelmäßig folgende Fragen stellen: 

  • Wie können wir die Wirksamkeit, die Performance unserer Arbeit erhöhen? 

  • Denken und wirken wir wirklich integrativ statt kompetitiv? 

  • Wo können wir kooperieren, um unsere gemeinsame Vision umzusetzen? 

  • Wie können wir die in Hamburg erlebten Impulse und Ansätze vertiefen und erweitern? 

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